Gesundheit

Übergewicht beim Hund – Richtig abnehmen!

Teil 2 – Wie helfe ich meinem Hund beim Abnehmen?

In Teil 1  unseres Blogs zu Übergewicht beim Hund habt Ihr erfahren, wie es zu Übergewicht kommen kann. Welche Maßnahmen ergriffen werden können, um das Gewicht Deines Hundes zu reduzieren, erfährst Du hier:

Reduktion des Energiegehaltes der eigentlichen Futterration

Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach: Ist Dein Hund zu dick, nimmt er zu viel Energie auf. Man sollte daran denken, dass Fettgewebe im Gegensatz zu Muskulatur nicht hilft, die Aktivität des Stoffwechsels zu erhöhen. Die logische Konsequenz ist also, die Energiezufuhr soweit zu reduzieren, dass der Hund abnimmt. Das klingt banal, aber aus Erfahrung wissen auch wir, wie schwer das ist und so manch schmachtender Hundeblick hat auch uns schon zum Erweichen gebracht.

Auch Dein Hund sollte – genau wie wir Menschen – nicht zu schnell abnehmen, als Richtwert rechnet man mit etwa 1,5 % der Körpermasse/Woche (maximal 2 %). Um dies zu gewährleisten, muss die Energiedichte der Ration auf 60% des Erhaltungsbedarfs reduziert werden. Dein Haustierarzt oder spezialisierte Tierärzte für Tierernährung helfen Dir gerne dabei, einen passenden Futterplan zusammenzustellen.

Leckerlies bei Übergewicht

Die meisten Hundebesitzer sind nicht bereit, Belohnungen bei Reduktionsdiäten komplett vom Speiseplan zu streichen. Das ist auch nicht nötig, dennoch sollte man sich den Energiegehalt von Leckerlies stets vor Augen halten: Getrockneter Pansen, Schweineohren oder auch Reiswaffeln weisen wegen des geringen Wassergehaltes eine hohe Energiedichte auf, alternative Futterbelohnungen sind daher energetisch gesehen oftmals günstiger.

Je nach geschmacklichen Vorlieben des Hundes kannst Du z.B. Gurken, Möhren oder Äpfel kleinschneiden. Manche Hunde lieben auch beispielsweise Erdbeeren, Heidelbeeren oder Mandarinen. Sollte Dein Hund kein Fan von Obst oder Gemüse sein, kannst Du auch Nudeln oder Kartoffeln weichkochen und in kleinen Mengen als Leckerei verfüttern.

Dicker Labbi

Begleitende diätetische Maßnahmen zur Gewichtsreduktion beim Hund

Zellulose als Abnehmhelfer bei krankhaftem Übergewicht

Die geschmacksneutrale Zellulose wird aus Laubbäumen hergestellt und ist ein hervorragender Rohfaserlieferant. Zellulose reduziert die Verdaulichkeit von Kohlenhydraten und die Verweildauer des Futterbreies im Darm wird verkürzt, sodass insgesamt weniger Energie aufgenommen wird.

Die Gewöhnung an die Fasern sollte über mehrere Tage erfolgen und die Tagesdosis auf die Anzahl der Tagesportionen aufgeteilt werden. Bei einer Gabe von Trockenfutter sollte das Pulver mit etwas Wasser oder Sojajoghurt angerührt werden. Bitte sprech die Gabe und Dosierung von Zellulose mit Deinem Tierarzt ab, da die Gabe von Fasern bei manchen Magen-Darm-Krankheiten kontraproduktiv sein könnte.

Gemüse

Sollte Dein Hund mit der reduzierten Futtermenge starken Hunger zeigen, sodass Du kaum  wiederstehen kannst, ihm nicht doch etwas mehr als geplant zuzuteilen, empfiehlt es sich, Gemüse unter die Ration zu mischen. Einige Sorten werden roh vertragen (z.B. Salat oder Gurke), andere Sorten sollten besser gekocht werden (z.B. Brokkoli, Fenchel). Verzichte jedoch auf Mais, Erbsen und Bohnen, diese haben einen recht hohen Stärke- und folglich einen höheren Energiegehalt als andere Sorten.

Unterstützende Maßnahmen zur Gewichtsreduktion beim Hund

Bewegung

Neben der Reduktion der zugeteilten Energie solltest Du darauf achten, dass Dein Hund viel bewegt wird. Gerade bei übergewichtigen Tieren empfiehlt sich „Wassersport“, da dieser gelenkschonend ist und vielen Hunden großen Spaß macht.

Gewichtskurve erstellen

Um einen besseren Überblick über die Gewichtsentwicklung Deines Hundes zu erhalten ist es sinnvoll, das Tier regelmäßig zu wiegen (einmal pro Woche) und das Gewicht in eine Tabelle mit den Achsen „kg“ und „Woche“ einzutragen. Wir erinnern uns: Pro Woche sollte Dein Hund maximal 2% an Gewicht verlieren.

Generell empfehlen wir, bei einer geplanten Gewichtsreduktion den Rat eines Tierarztes einzuholen, da eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sichergestellt sein sollte um ein gesundes Abnehmen zu gewährleisten.

Auch unsere VEGDOG-Tierärzte stehen Dir bei Fragen gerne unter tierarzt@vegdog.de zur Verfügung.

 

Deine Milena vom VEGDOG-Team

VEGDOG – veganes Hundefutter mit Tierärzten entwickelt

 

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